Ministadion

Swasiland Ministadion
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Sportgelände und Schülerinnen
der Jericho High School

Als Mr. Tihlobotakhe Zulu, Managing Director unseres Partners „Hand in Hand Swaziland“, von der Kooperation zwischen der THOMAS ENGEL-Stiftung und dem Haimbacher Sportverein 1952 e. V. erfuhr, war er sofort „Feuer und Flamme“ und erzählte von seiner Vision, dem Bau eines Ministadions in der ländlichen Region im Südwesten Swasilands, wo er für die vielen Aids­waisen­kinder tätig ist. Inzwischen sind mehr als 12 Monate vergangen, wir haben das Projekt nicht weiter verfolgt, aber Mr. Zulu ließ nicht locker. Das ursprünglich ausgewählte Grundstück erwies sich als ungeeignet. Jetzt wurde ein neuer Platz neben der Jericho High School gefunden und wir erhielten vom Chief der Region einen sogenannten „Letter of request“, also ein offizielles Schreiben mit der Bitte um finanzielle Unterstützung beim Bau eines „Ministadiums“, wie die Einheimischen es nennen. Die Begründung für die Notwendigkeit des Sportgeländes lautet etwa wie folgt:

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Gekickt wird überall, hier sogar
mit einem richtigen Ball

„Ungefähr 70 % der Teenager in unserer Region können nicht zur Universität gehen und sind arbeitslos. Deshalb verfallen sie dem Alkohol- und Drogenmissbrauch, werden kriminell und sind sexuell aktiv. Sie landen im Gefängnis und/oder infizieren sich mit HIV/AIDS, sterben meistens früh und zerstören jedenfalls ihre Zukunft. Deshalb befürworten die Verantwortlichen in der Region sehr den Bau eines Ministadions, damit Kinder und Jugendliche sich sportlich engagieren können. Die Hauptsportarten sind Fußball, Volleyball, Netzball und kulturelles Tanzen. Viele unserer Kinder und Jugendlichen verfügen über Talent und sind hoch motiviert, es fehlt ihnen aber an der notwendigen Infrastruktur. Die Sportaktivitäten sind für Jungen und Mädchen gedacht. Wir möchten eine Fußball-Liga gründen und wollen Turniere organisieren. Es sollen kleine Eintrittsgelder erhoben werden, um damit den Sport in der Region weiter zu fördern. Außerdem wird das Geld zum Kauf von Sportgeräten benötigt. Möglicherweise wird sich aus dem Betrieb des Ministadions auch die Gründung beruflicher Existenzen ergeben. Ferner wird das Gemeindeleben sehr davon profitieren.“

Inzwischen liegen weitere Informationen mit einer detaillierten Kostenschätzung und einer Skizze vor. Es ist geplant, zusammen mit dem HAIMBACHER SV Spenden bei Sportverbänden und eventuell Bundesliga-Clubs zu generieren. Vielleicht gelingt es tatsächlich, die Finanzmittel von max. € 50.000,-- für das Ministadion aufzubringen. Der Fußballverband von Swasiland ist in das Projekt involviert und befürwortet es ausdrücklich. Fest steht, dass aus dem regulären Etat der THOMAS ENGEL-Stiftung  keine Mittel zur Verfügung gestellt werden können.