Fundación „Santa Maria de la Esperanza“

Santa Maria

Die gemeinnützige Einrichtung liegt in der Provinz Santa Elena im Dorf Olón und wird von Isabel Dietrich geleitet. Sie ist 62 Jahre alt und kam vor etwa 40 Jahren mit einem Schweizer Pfarrer nach Ecuador. Dort war sie 24 Jahre in einer aus 17 Dörfern bestehenden Kirchengemeinde als Gemeindeschwester tätig. Mehr durch Zufall begann sie mit der Betreuung traumatisierter Kinder und Jugendlicher. Ursache für deren psychische Störungen sind oft Missbrauch und andere Gewaltdelikte, Prostitution der Mütter, armutsbedingte beengte Wohnverhältnisse und deren Folgen.

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Liebevoll eingerichtete, saubere Zimmer

Zur Zeit leben bei Isabel 85 Kinder und Jugendliche in Kleinfamilien, untergebracht in verschiedenen Häusern mit Küche, Wohn- und Esszimmer und 2- bis 3-Bett-Schlafzimmern. Alles ist einfach, aber sehr liebevoll eingerichtet. Die Kinder und Jugendlichen werden bei Isabel versorgt, psychotherapeutisch behandelt und von speziellen Lehrern schulisch gefördert. Wenn möglich, besuchen sie eine in unmittelbarer Nähe gelegene Schule. Es ist immer Isabels Ziel, ihre Schützlinge wieder in ihre Familien zu integrieren oder an Pflegefamilien zu vermitteln. Die Fundación „Santa Maria de la Esperanza“ wird überwiegend von Spenden aus ihrer Heimatgemeinde in Baden-Württemberg, mit anderen Spenden und durch staatliche Mittel finanziert. Letztere fließen allerdings nur spärlich und sehr unregelmäßig. Insgesamt ist diese sehr gute Einrichtung finanziell chronisch unterversorgt.

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Eine Pflegemutter mit ihren Schützlinge

Man lebt „von der Hand in den Mund“ und gerät dabei mitunter in scheinbar ausweglose Situationen. Isabel verlegt bei ihrem Motto „Ora et labora“ den Schwerpunkt dann mehr auf´s Beten – mit Erfolg, wie sie uns sagte. Anfang 2012 belohnten wir ihr Gebet jedenfalls mit US-Dollar 5.000,--. Ob und wenn ja, in welchem Umfang wir das Projekt auch in 2013 fördern werden, ist noch nicht entschieden.