Sauberes Trinkwasser

Wassertank Uganda

Sauberes Trinkwasser für Oruchinga Valley, Uganda. Besonders im Osten Afrikas sterben immer noch bis zu 40 % der Kinder unter 4 Jahren an den Folgen nicht verfügbaren oder unsauberen Trinkwassers. Sofern vorhanden, wird das Trinkwasser oft aus Flüssen, Seen oder Wasserlöchern geholt, die auch von Tieren genutzt werden. Dementsprechend verkeimt ist dieses Wasser dann Hauptursache für Durchfallerkrankungen, Cholera und andere Infektionen. Dem kann durch Abkochen des Wassers begegnet werden. Würde das jedoch konsequent praktiziert, stünde bald kein Brennmaterial mehr zur Verfügung. Auch das Bohren von Brunnen hat gravierende Nachteile, weil die Böden in Afrika oft lehmig sind. Demzufolge ist dann die Grundwasserneubildung geringer als die Menge des entnommenen Wassers. Dies führt nicht selten zu einem Versiegen der Brunnen und neue, tiefere Brunnen müssen gebohrt werden.

Der Verein „Wasser für Menschen e. V.“ verfolgt ein anderes, nachhaltiges Konzept. Oberflächenwasser oder in Zisternen aufgefangenes Regenwasser wird mit relativ einfach herstellbaren Keramikfiltern so geklärt und entkeimt, dass es ohne Abkochen getrunken werden kann. Mit einem Filter, der etwa ein Jahr lang eingesetzt werden kann, lassen sich pro Tag 10 – 20 Liter kontaminiertes Zisternen- oder Oberflächenwasser trinkbar machen.

Zum Brennen der aus Ton hergestellten Filter werden nur 5 % der Brennstoffmenge benötigt, die für das Abkochen der entsprechenden ungefilterten Wassermenge erforderlich wäre. Dieses Filterkonzept hat gegenüber Brunnen auch den Vorteil, dass der bewusste Umgang mit Wasser bei der Bevölkerung erhalten bleibt. Da die Filterproduktion vor Ort erfolgen kann, ist dadurch auch die Schaffung von dringend benötigten Arbeitsplätzen gegeben. Die THOMAS ENGEL-Stiftung hat das Projekt im Oruchinga Valley in Uganda in 2011 einmalig mit € 8.000,-- unterstützt und dadurch dessen Start ermöglicht. Inzwischen wurden dort bereits erfolgreich die ersten Filter hergestellt. Mit Unterstützung von „Wasser für Menschen e. V.“ haben wir jetzt die Option, die Technologie auch in Swasiland anzuwenden.