Neigbourhood Care Point

E S W A T I N I

Hilfsmaßnahmen in eSwatini

Nach Zahlen von UNAIDS aus 2015 leben im Königreich 240.000 der insgesamt 1,2 Mio. Men­schen, also etwa 20 % der Bevöl­kerung, mit der Immun­schwäche HIV (oder der Doppel-Epidemie HIV/multi­resis­tente Tuber­kulose).

Mehr als zwei Drittel der Men­schen müs­sen mit weniger als einem US-Dollar pro Tag aus­kom­men. Seit­dem HIV, sofern es recht­zeitig erkannt wird, erfolg­reich behan­delt werden kann, ist Armut zum größten Pro­blem des Lan­des geworden. Die durch­schnitt­liche Lebens­erwar­tung Neu­geborener, bis vor we­nigen Jahren die nied­rigste der Welt, stieg in­zwischen laut WHO auf 48 Jahre, ba­sierend auf Statis­tiken aus 2015 (zum Ver­gleich Deutsch­land = 81 Jahre). Etwa 80.000 der Kin­der im Alter bis zu 15 Jah­ren sind Wai­sen oder Halb­waisen. Um etwa 3.000 dieser Kin­der küm­mert sich die THOMAS ENGEL-Stiftung zusam­men mit der Möwen­weg-Stif­tung und der Kin­der­not­hilfe e. V. im Rah­men des Hilfs­programms LITSEMBA (=hope; Hoffnung). Imple­men­tierungs­partner vor Ort ist die an­gese­hene Hilfs­organi­sation Young Heroes.

Die Waisen und andere bedürf­tige Kin­der werden in 87 NCPs (= Neighbourhood Carepoints) ver­sorgt. Dabei han­delt es sich um ein­fache, massiv ge­bau­te Kin­der­tages­stätten. Die Be­treuung er­folgt durch etwa 500 ehren­amt­lich tätige Be­treue­rin­nen (= Caregiver). Nach­mittags küm­mern sich meistens äl­tere Ge­schwister, Groß­mütter und sons­tige Gemeinde­mit­glieder in primi­tiven Be­hau­sungen um die Kinder. In den NCPs wer­den die Kinder von ein­em mo­bilen medi­zini­schen Dienst geimpft und auf HIV ge­tes­tet. Sie er­hal­ten Ent­wurmungs­mittel und Vita­min­prä­parate. Auch bei aku­ten Be­schwer­den und Verlet­zungen wird ihn­en ge­holfen. In­zwischen wird die LITSEMBA-Mobile Clinic auch zu­neh­mend von Er­wachse­nen ge­nutzt. Außer­dem er­halten die Kinder in den NCPs nach Möglich­keit eine warme Mahl­zeit, zu­berei­tet aus Mais­mehl, Bohnen, Reis, Zucker, Salz und Öl. Die­se Lebens­mittel wer­den über­wie­gend vom WFP (= United Nations World Food Pro­gramme) zur Ver­fü­gung ge­stellt. Bei Ver­sorgungs­eng­pässen ver­suchen die LITSEMBA-Träger­organi­satio­nen zu helfen.

Das Sam­meln von Regen­was­ser an den NCPs und dessen Kon­trolle ist ein wei­teres LITSEMBA-Hilfs­pro­jekt und dient der Ver­sor­gung der Kinder mit Trink­was­ser usw. Die in den NCPs erfol­gen­de Vor­schul­bildung ist ein wichtiges Ele­ment der früh­kind­lichen Ent­wick­lung, auch ECCD ge­nannt (= Early Childhood Care and Development). Wei­tere Hilfs­maß­nahmen sind z. B. die Ein­kommen schaf­fen­den Aktivi­täten wie Nähen, Her­stellen von Kunst­hand­werk etc., die nach­mittags in den NCPs durch die Care­giver erfol­gen. Auch in eSwatini kann es nachts empfind­lich kalt wer­den. Im Rah­men von LITSEMBA hel­fen wir des­halb mit vor Ort gekauf­ter Winter­beklei­dung und Decken. Der Bau weiterer NCPs und deren In­stand­haltung sowie die Errichtung mas­siver 2-Raum-Häuschen für extrem be­dür­ftige Fa­milien sind ein wei­teres Hilfs­projekt von LITSEMBA.

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eSwatini

eSwatini, eingerahmt von Süd­afrika und Mosam­bik, ist mit 17.500 Qua­drat­kilo­metern der zweit­kleinste Staat Afrikas und hat ca. 1,2 Mio. Bewoh­nern.

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