Chronik (2009-2019)

Fazit aus 10 Jahren THOMAS ENGEL-Stiftung

„Der Auf- und Ausbau einer Stiftung und deren Weiter­führung macht viel mehr Arbeit, als ich mir vor­gestellt habe. Aber die letzten 10 Jahre waren auch sehr erfüllend und lehr­reich“, so Ernst Engel, Mit­begrün­der und Vorstands­vorsitzen­der der THOMAS ENGEL-Stiftung. Ernst Engel weiter: „Es gab auch Zei­ten, da hätte ich ver­mutlich ohne meine „Mitstreiter“, allen voran Bettina Haubner, Stell­vertre­tende Vorstands­vorsitze­nde der Stiftung, kapi­tuliert. Inzwischen hat die THOMAS ENGEL-Stiftung aber eine Bedeu­tung erlangt, die der­arti­ge destruk­tive Gedan­ken nicht zulässt. Wir haben in diesen 10 Jah­ren sehr viel be­wegt: Die verschie­denen Förder­projekte wurden mit mehr als 1 Mio. Euro unter­stützt. Weil wir mit dem Geld sehr behut­sam und effektiv umge­gan­gen sind, konnte auch ent­sprechend vielen Bedürf­tigen gehol­fen werden“.

Thomas Engel

Thomas Engel im Mai 2007 bereits deutlich von der Krankheit und den zahlreichen Therapien gezeichnet. Der Namensgeber der Stiftung, starb am 25.05.2008 im Alter von 36 Jahren nach einem langjährigen Krebsleiden.

2019

Die bekannte Kinderrechtsorganisation Kindernothilfe mit Hauptsitz in Duisburg setzt sich seit 60 Jahren in 33 Ländern Asiens, Afrikas, Lateinamerikas und Osteuropas für Kinder in schwierigen Lebenssituationen ein.

Nach eingehender Prüfung hat man entschieden, sich neben der THOMAS ENGEL-Stiftung und der Möwenweg-Stiftung in eSwatini am Hilfsprojekt Litsemba zu beteiligen. Damit wird das Projekt auf eine breitere Basis gestellt und kann mit der zusätzlichen Unterstützung weiter ausgebaut werden. Wir freuen uns sehr über diese neue Partnerschaft.

Die in Ecuador seit Jahren anhaltende Wirtschaftskrise hat sich, so zumindest der subjektive Eindruck, eher noch verschlimmert. Dafür wird auch die hohe Anzahl an Flüchtlingen aus Venezuela verantwortlich gemacht. Unsere Zuwendungen werden deshalb nach wie vor dringend benötigt, ebenso unsere Mitarbeit vor Ort. Diese können noch intensiviert werden, weil Jaime Garcia, der Projektverantwortliche, seit einigen Monaten in Ecuador lebt. Zusammen mit Ehefrau Edith plant er in Salinas den dritten Förderverein der THOMAS ENGEL-Stiftung zu gründen. Wir hoffen in 2020 über die konstituierende Sitzung der Freunde der THOMAS ENGEL-Stiftung Salinas/Ecuador berichten zu können.

In Tansania wurde bzw. wird das Flowers Hostel im laufenden Jahr bereits von 10 Freiwilligen, alle aus Deutschland und der Schweiz, als Unterkunft genutzt – eine erfreuliche Entwicklung. Sorgen bereiten uns geänderte Auflagen der Behörden. Besonders gravierend ist die neue Bestimmung, dass eine „Preschool“, die das Flowers Children’s Centre ist, auch über eine „Primary School“ verfügen muss oder umgekehrt. Stand heute gibt es nur die Möglichkeit, die Einrichtung ausschließlich als Kindergarten weiterzuführen oder sie um eine Grundschule zu erweitern. Letzteres wäre vermutlich wünschenswert bzw. erforderlich. Wir befinden uns jetzt im Stadium der Prüfung auf Notwendigkeit und Machbarkeit.

Highlight des Jahres war in Uganda der Bau eines massiven Hauses für eine mittellose, neunköpfige Familie.

Ein großer Fortschritt dürfte auch der Zusammenschluss von howareyou mit der Projektgruppe Balandiza Kimeze zu der „Community Based Organization“ Howareyou – Balandiza Kimeze sein.

2018

Swasiland wurde auf Anordnung des Königs in eSwatini umgetauft. eSwatini bedeutet „Land der Swasis“. Die Partnerschaft mit Young Heroes wurde gefestigt.

Das LITSEMBA-Team

In Tansania wurde das Flowers Children’s Centre um ein Hostel erweitert. Praktikanten, z. B. aus Europa, können sich gegen Bezahlung für Unterkunft und Verpflegung bei der Betreuung der Kinder sozial engagieren. Inzwischen erfreut sich das Flowers Hostel wachsender Beliebtheit. Alle Beteiligten profitieren von dem Angebot.

Die in Uganda tätige, von den Schwestern Sophia und Charlotte Campbell gegründete, Projektgruppe howareyou ist seit 2018 Teil der THOMAS ENGEL-Stiftung. Es geht auch bei diesem Projekt um verschiedene Hilfen, besonders Bildung, für bedürftige Kinder und Jugendliche.

In Ecuador wurde die Unterstützung der Melvin Jones-Einrichtung zur Therapie von Behinderten fortgesetzt, ebenso die Hilfe für Helping Kids in Ecuador.

Erste Salaternte aus eigenem Anbau für eine bessere Ernährung

2017

Das Logo der THOMAS ENGEL-Stiftung wurde geändert. Das neue Logo ist etwas abstrakt, man kann aber trotzdem den Slogan der Stiftung „united help for children“ gut erkennen. Auch das internationale Handeln wird durch den stilisierten Globus deutlich dargestellt.

In Swasiland hatten wir mit der angesehenen Hilfsorganisation Young Heroes einen neuen Partner gefunden. Die Zusammenarbeit mit Hand in Hand Swaziland (HiH SZ) mussten wir beenden, weil unsere Vorstellungen von professioneller, effektiver Hilfsarbeit nicht umgesetzt werden konnte. Außerdem stellten wir nach mühsamen Recherchen fest, dass HiH SZ, bevor wir die Verantwortung für die Organisation übernommen hatten, bereits hoch verschuldet war. Deshalb war die Trennung von HiH SZ unvermeidbar. Unter dem Dach von Young Heroes konnte das Hilfsprojekt mit dem neuen Namen Litsemba vollumfänglich fortgesetzt werden. Vier engagierte und loyale Mitarbeiter wurden vom bisherigen Partner übernommen und sorgten für einen reibungslosen Übergang.

Flowers Children’s Centre, so heißt das neu hinzugekommene Hilfsprojekt in Tansania. Dabei handelt es sich um eine Betreuungsstätte für etwa 90 bedürftige Kinder im Vorschulalter. Sie erhalten dort Frühstück und ein warmes Mittagessen sowie Vorschulunterricht und weitere individuelle Hilfen. Projektverantwortliche ist Victoria Link aus Fulda.

2016

„Hunger in Swasiland“ war eine der Überschriften im damals erschienenen Newsletter THOMAS ENGEL-Stiftung aktuell. Eine Dürrekatastrophe nie gekannten Ausmaßes verschärfte in diesem Jahr die ohnehin schon angespannte Versorgungssituation. Zehn- tausende Rinder verendeten, die Saat für das Hauptnahrungsmittel Mais konnte nicht eingebracht werden, die Felder lagen brach, Wasserstellen und Flüsse waren ausgetrocknet.

Ausgerechnet in dieser Situation stellte das World Food Programme (WFP) der United Nations die Versorgung der NCPs und damit tausender Kinder mit Grundnahrungsmitteln ein. Wir wurden bei der Niederlassung des WFP in Swasiland mehrfach vorstellig, konnten aber zunächst wenig erreichen. Deshalb halfen wir, d. h. die Möwenweg-Stiftung, die Lichterloh-Stiftung, der Rotary Club Wörthsee und die THOMAS ENGEL-Stiftung, durch die Verteilung von Maismehl, Reis, Bohnen, Speiseöl, Salz, Zucker und Suppenpulver. So konnte zumindest für einige Monate die Versorgung der Kinder halbwegs sichergestellt werden. Andere Hilfsmaßnahmen, wie z. B. die medizinische Grundversorgung, mussten wir aus finanziellen Gründen zurückfahren. Trotzdem lief der Vorschulbetrieb in den NCPs weiter, denn dort gab es schließlich, wenn auch nicht immer, etwas zu essen. Es konnten sogar neue Häuschen an bedürftige Familien übergeben werden.

In Ecuador unterstützten wir weiterhin die Behinderteneinrichtung Melvin Jones, die unsere Hilfe mehr als jemals zuvor benötigte. Das Land steckte tiefer denn je in einer Wirtschaftskrise, nicht nur durch die sozialistisch gelenkte Misswirtschaft, sondern auch verursacht durch den niedrigen Erdölpreis. Ecuador ist ein relativ großer Erdölexporteur. Hauptabnehmer ist China, bei dem das Land hoch verschuldet ist.

2016 war der Beginn der Partnerschaft mit Helping Kids in Ecuador (HKIE), einer kleinen amerikanischen Wohltätigkeitsorganisation. HKIE organisiert Operationen von körperlich behinderten Kindern und Jugendlichen. Einheimische Ärzte helfen z. B. bei Fehlbildungen im Lippen-Kiefer-Gaumenbereich und berechnen an HKIE für eine derartige Operation im Schnitt etwa USD 400 statt wie sonst üblich etwa USD 3.000. Die THOMAS ENGEL-Stiftung unterstützt HKIE bis heute.

2015

In Swasiland standen wir durch die erweiterte Zuständigkeit für Hand in Hand Swasiland vor einer großen Herausforderung. Gut, wenn man in schwierigen Zeiten starke und zuverlässige Partner hat.

Jetzt mussten wir uns nicht nur um die Mobile Clinic kümmern, sondern in den fast 100 NCPs (= Neighbourhood Carepoints) auch um die Instandhaltung dieser einfachen Kindertagesstätten, ferner um Vorschulbildung und um Einkommen schaffende Maßnahmen für die ehrenamtlich tätigen Betreuerinnen der etwa 3.000 Kinder. Auch die Ernährung der Kinder musste sichergestellt sein. Bis heute wurden und werden darüber hinaus mit finanziellen Mitteln des Vereins Hunde helfen Kindern massive Zweiraum-Häuschen für sehr bedürftige Familien errichtet, die im ländlichen Umfeld der NCPs in beschädigten oder zerfallenen Hütten leben.

Typische Behausung einer Familie, bei der oft die Eltern oder ein Elternteil verstorben sind

Nach einer sorgfältigen Bestandsaufnahme aller Aktivitäten von Hand in Hand Swaziland wurde schnell klar, dass es ohne finanziellen Mehraufwand möglich war, die Effizienz und Qualität der verschiedenen Hilfsmaßnahmen zu steigern.

Bild links: mobile medizinische Versorgung; Bild rechts: einer von fast hundert NCPs

Der Rotary Club Sankt Goarshausen-Loreley spendete zusammen mit dem Partner Club in Martin/Slowakei und Rotary International unter Mithilfe des Rotary Club Mbabane/Swasiland ein Ambulanzfahrzeug.

Übergabe eines weiteren Fahrzeugs für die mobile medizinische Versorgung

Im Laufe des Jahres wurden die fast 100 NCPs mit je einem zweiten 5.000 Liter-Tank zum Sammeln von Regenwasser ausgestattet. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit übernahm 75 % der Kosten von insgesamt € 50.000.

Darüber hinaus wurde in 2015 mit der Hilfsmaßnahme „Winterkleidung“ begonnen, denn auch im südlichen Afrika kann es besonders in den Monaten Mai, Juni und Juli empfindlich kalt werden.

2014

Die verschiedenen Hilfsmaßnahmen wurden fortgesetzt. Die Summe der Zuwendungen dafür betrug erstmals fast € 100.000. Das mit Abstand größte Projekt war in 2014, wie in den Jahren zuvor, die Mobile Clinic in Swasiland.

Ende des Jahres wurden wir mit der Situation konfrontiert, zusammen mit der Möwenweg-Stiftung, die alleinige finanzielle und organisatorische Verantwortung für Hand in Hand Swaziland übernehmen zu müssen. Hätten wir uns dieser Situation nicht gestellt, wäre die Unterstützung der mehr als 3.000 Kinder, davon viele Halb- und Vollwaisen, zum Erliegen gekommen.

Portrait Ingrid Engel

Ingrid Engel

Ein trauriges Jahr: Ingrid Engel, Mitbegründerin der THOMAS ENGEL-Stiftung, verstarb am 26.07.2014, auch wie Sohn Thomas nach einem längeren Krebsleiden.

2013

Die Umwandlung der THOMAS ENGEL-Stiftung von einer Treuhandstiftung in eine rechtsfähige Stiftung, also in eine Stiftung bürgerlichen Rechts, wurde abgeschlossen. Diese Maßnahme schien uns damals sinnvoll, war aber aus heutiger Sicht vor dem Hintergrund des immer noch bestehenden niedrigen Zinsniveaus falsch, denn das Stiftungskapital darf nicht angetastet werden. Nur die Erträge daraus können zur Erfüllung des Stiftungszwecks eingesetzt werden. Dass diese kaum noch der Rede wert sind, liegt auf der Hand. Der Gesetzgeber ist gefordert.

Da eine Stiftung keine Mitglieder haben darf, wurden in Fulda und Nastätten unter den Namen Freunde der THOMAS ENGEL-Stiftung Fulda e. V. und Freunde der THOMAS ENGEL-Stiftung Nastätten e. V. zwei Fördervereine mit inzwischen zusammen etwa 130 Mitgliedern gegründet. Zweck der Vereine ist die ideelle und finanzielle Unterstützung der Stiftung. Ohne diese Vereine wäre es für die Stiftung beispielsweise kaum möglich Benefizveranstaltungen zu organisieren. Die Freunde der THOMAS ENGEL-Stiftung sind eine Bereicherung und Aufwertung für die Stiftung.

Die Unterstützung der Förderprojekte lief unverändert weiter oder wurde sogar intensiviert.

Über ein tolles Beispiel für die stets angestrebte „Hilfe zur Selbsthilfe“ wurde uns damals von der Melvin Jones-Schule in Ecuador berichtet. Wir hatten die Produktionskosten für einen Kalender mit von den behinderten Kindern und Jugendlichen gemalten Bildern übernommen. Diese Kalender wurden in der Vorweihnachtszeit in Ecuador verkauft. Die Einnahmen aus dieser Aktion betrugen USD 10.000, die Produktionskosten „nur“ USD 3.000.

2012

Der Slogan der Stiftung „Hilfe zur Selbsthilfe in der Dritten Welt“ wurde durch „united help for children” ersetzt. Der Begriff „Dritte Welt“ passte noch nie zur Philosophie der Stiftung und musste deshalb dringend geändert werden. Mit dem neuen Motto soll deutlich gemacht werden, dass WIR nur GEMEINSAM etwas bewegen können. WIR, das sind die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter der Stiftung, die Fördervereine, weitere Unterstützer und nicht zu vergessen die zahlreichen Partnerorganisationen.

In Ecuador wurde mit Geldern der staatlichen Erdölgesellschaft Petrol Ecuador für den Kindergarten Unión y Progreso ein modernes, massives Gebäude errichtet. Die bisherige Bambushütte hatte damit ausgedient. Jaime Garcia, Repräsentant der THOMAS ENGEL-Stiftung in Ecuador, hatte sich dafür eingesetzt. Die Erdölgesellschaft ist der größte Arbeitgeber der Gegend.

Auch die Hütten der nahegelegenen Grundschule Las Minas wurden durch massive Gebäude ersetzt. Wir halfen durch den Kauf von stabilen Tischen und Stühlen, hergestellt von einem ortsansässigen Schreiner.

Neues Inventar für die Schule Las Minas

Ferner begannen wir in 2012 mit der Unterstützung der Melvin Jones-Schule, einer Einrichtung zur Therapie behinderter Kinder und Jugendlicher. Bis heute ist man dort auf unsere Hilfe angewiesen.

In Swasiland übernahmen wir unter dem Dach von Hand in Hand Swaziland die alleinige finanzielle und organisatorische Verantwortung für das Projekt MobiDiK, den bereits erwähnten mobilen medizinischen Dienst für Kinder, Jugendliche und inzwischen auch Erwachsene. Deshalb waren wir froh, mit Dr. Magdalene Budach aus Frankfurt eine Ärztin gefunden zu haben, die regelmäßig auf eigene Kosten nach Swasiland reiste und das Projekt kompetent betreute und weiterentwickelte. So organisierte sie den Kontakt zu Ärzte ohne Grenzen und im Rahmen einer weiteren Partnerschaft das Testen der Kinder und Erwachsenen auf HIV und Tuberkulose.

2011

Das Stammkapital der Stiftung wurde schrittweise auf € 340.000 erhöht.

Unter dem Motto „Frühlingserwachen” fanden in Fulda und Nastätten die ersten Benefizkonzerte der THOMAS ENGEL-Stiftung statt. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt, allerdings seit einigen Jahren unter der geschützten Marke „ovationen”. Preisgekrönte junge Musiker präsentieren alljährlich auf höchstem Niveau im Rahmen eines kurzweiligen, abwechslungsreichen Programms beliebte Melodien von Klassik bis Pop.

Zu den Hilfsmaßnahmen in Swasiland und Ecuador kam noch die Unterstützung von Projekten in Tansania und Uganda.

In Tansania halfen wir dem St. Anne’s Hospital mit einer Spende für die Anschaffung der dringend benötigten Infusionsanlage. In dem Krankenhaus musste, zumindest damals, unter unvorstellbaren Bedingungen, auch was die Hygiene anbetrifft, gearbeitet werden. Medizinstudent Marcel Lind aus Fulda, der dort praktizierte, berichtete u. a. von Hühnern unter den Betten, Ameisenstraßen an den Wänden, Schimmel an den Decken usw. Aus Mangel an Narkosemitteln fanden Operationen teilweise bei vollem Bewusstsein statt.

Sauberes Wasser aus Oberflächen- und Regenwasser durch eine spezielle Filteranlage, mitfinanziert durch die THOMAS ENGEL-Stiftung

Im Rahmen einer Partnerschaft mit dem Verein Wasser für Menschen e. V. unterstützte die THOMAS ENGEL-Stiftung ein Projekt in Uganda mit einer einmaligen, sehr wirksamen Anschubfinanzierung für den Aufbau einer Produktionsanlage zur Herstellung von Wasserfiltern. Sie werden aus einem speziellen Ton gebrannt und mit einer hauchdünnen Silberschicht überzogen. Aus kontaminiertem Oberflächen- und Regenwasser lässt sich damit sauberes Trinkwasser herstellen. Krankheiten werden verhindert und kostbares Brennmaterial wird gespart, weil auf das Abkochen des Wassers verzichtet werden kann. Ein weiterer Vorteil ist die Schaffung von Arbeitsplätzen für die Filterproduktion. Das Projekt Oru Water läuft bis heute erfolgreich und soll weiter ausgebaut werden.

2010

Fortführung von bereits Ende 2009 begonnenen Hilfsmaßnahmen in Swasiland und Ecuador.

In Swasiland, dem im Süden Afrikas gelegenen kleinen Königreich, unterstützten wir die Organisationen Hand in Hand Wiesbaden und Hand in Hand Swaziland beim Aufbau eines mobilen medizinischen Dienstes zur Grundversorgung tausender Kinder im Vorschulalter, die in entlegenen Dörfern leben. Die weltweit höchste Aidsinfektionsrate und die daraus resultierende niedrige Lebenserwartung der Bevölkerung, verbunden mit bitterer Armut, machte unsere Hilfe besonders notwendig und wertvoll. Bis heute wird eine steigende Zahl von Kindern geimpft und mit Entwurmungsmitteln sowie Vitaminpräparaten versorgt. Auch bei akuten Erkrankungen und Verletzungen wurde und wird geholfen. Immer noch leben mehr als zwei Drittel der Bevölkerung von weniger als einem US-Dollar pro Tag.

Das erste Hilfsprojekt in Ecuador war die Versorgung des aus einer großen Bambushütte bestehenden Kindergartens Unión y Progreso in der Gemeinde Enrique Gallo mit Kinderbetten, Matratzen, Tischen, Stühlen, Küchengeschirr und pädagogisch sinnvollen Spielsachen. Hinzu kamen noch Therapien und weitere Hilfen für einige behinderte Kinder, die wir in den umliegenden Hütten des Kindergartens antrafen.

2009

Ingrid und Ernst Engel, die Eltern von Thomas, gründeten die THOMAS ENGEL-Stiftung, zunächst als sogenannte Treuhandstiftung mit einem Stiftungskapital von € 100.000.

Stiftungszweck ist die Unterstützung notleidender Kinder und Jugendlicher durch medizinische Grundversorgung, Gesundheitsvorsorge, Erziehung, Bildung und Kultur, möglichst nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ und überwiegend in Ländern der sogenannten Dritten Welt.

2008

Thomas Engel, Namensgeber der Stiftung, starb am 25.05.2008 im Alter von 36 Jahren nach einem langjährigen Krebsleiden.

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